Berlin, 2010-02-10

Die großen Medien haben es immernoch nicht aufgegriffen: Der Golfstrom hat sich dieses Jahr (2009/2010) mal kurz nach Grönland verirrt und beschert uns mit dem Winter, den wir unseren Breitengraden entsprechend verdient haben. Satellitenbilder zeigen erstmals Großbritannien vollständig im Schnee.
Manche wünschen sich jetzt schon die globale Erwärmung zurück, aber leider leider findet die nach wie vor statt. Wie es aussieht haben die schmelzenden Gletscher und Eismassen die Nordmeere so stark mit Süßwasser angereichert, dass die kalten Strömungen nicht salzhaltig genug sind um wie gewohnt unter dem Golfstrom durchzuflutschen.
Die kalten Strömungen aus dem Norden sind also mit dem Golfstrom kollidiert und haben dessen Verlauf verändert — und wenn das alles so stimmt, nicht nur für dieses eine Jahr. Genauso wie vor 15.000 Jahren der Golfstrom plötzlich einsetzte, kann er plötzlich vorbei sein. Da die globale Erwärmung weiterhin Süßwasser in die Nordmeere spülen und den Meeresspiegel anheben wird, könnte es langfristig mit dem Golfstrom aus sein. Vielleicht ist auch eine Rückkehr zur Normalität möglich, wenn der Salzgehalt in allen Meeren wieder ausgeglichen ist — aber wie lange dauert das — Jahrhunderte?
Seit Jahren warnen Forscher und die Vereinten Nationen, dass der Golfstrom im Laufe des Jahrhunderts sich gewaltig abschwächen werde. Die Folgen wären nicht unerheblich, wie auch dieser Dokumentarfilm über den Golfstrom andeutet.
Ein einzelner unbeachteter russischen Physiker, ein gewisser Alexej Karnauchow, soll das Eintreten dieses Effekts vor vier Jahren exakt auf diesen Winter vorausgesagt haben. Hinweise hierzu gibt es lediglich im lesenswerten Artikel auf aktuell.ru, sowie einem Punkerforum, wo kurz darauf besagter Artikel diskutiert wurde.Er hatte sogar einen Vorschlag, wie man das Disaster hätte vermeiden können: Alte Projekte der Sowjetunion reaktivieren, wonach die Süßwasserströme Sibiriens in den Süden zum Aralsee umgeleitet werden sollten, weg von den Meeren des Nordens. Vielleicht ist es noch nicht zu spät.
Es ist als würde Mutter Natur den Klimascherzlern eine gewaltige Ohrfeige austeilen. Nicht nur sorgt der Klimawandel für Katastrophen und gefährliche Veränderungen in allen ärmeren Teilen der Welt — der wohlhabende Norden wird gerechterweise nicht besser behandelt, und erhält doch noch die Mini-Eiszeit, von der alle munkeln, aber es noch nicht glauben wollen. Wie es aussieht ist sie Teil des Klimaproblems, und nicht dessen Lösung.
Update 1: In summer 2010 "the intelligence" points us to Gianluigi Zangari from the notable international research labs in Frascati. He too noticed the absence of the gulf stream, presumed however it has been caused by the BP oil spill. Caution, the article also mentions the gulf stream having been in existence for millions of years. This is incorrect and probably an error by the author of the blog, Daniela Mangiulli, not Mr Zangari himself.
Update 2: Later, Russia Today reported 2010/2011 would be the coldest winter in a 1,000 years. Olivia Serdeczny reconstructs that this is false information, as it is based on some journalistic communication mishaps.
Still, the gulf stream theory has not been disproven. This article was written one year earlier and I cannot find evidence that suggests given information as being fake. The truth is, nobody knows for sure. We can only collect pieces of evidence and take guesses at the big picture.
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